Über uns

Unsere Hochschulgruppe beschäftigt sich mit Themen rund um demokratische Strukturen, Mitbestimmung und Entscheidungsprozesse. Zum Beispiel durch die Veranstaltung von Podiumsdiskussionen und dem „Demokratie-Kino“ möchten wir über aktuelle Entwicklungen informieren und diskutieren. Wir freuen uns über alle, die an uns oder dem Einbringen neuer Ideen interessiert sind.

AKTUELLES:

Fast so viel wie Berlin: Münster hat mehr als 380 Leerstände

Die Bürgerinnen und Bürger und die Leerstandsmelder-Initiative Münster haben auf www.leerstandsmelder.de mittlerweile 387 Leerstände gemeldet. Damit liegt die Stadt Münster bei den Leerständen bundesweit auf Platz 5 hinter Berlin (421 Meldungen). Das bedrückende Zwischenfazit: Auf der einen Seite suchen tausende Menschen in Münster eine bezahlbare Wohnung, auf der anderen Seite steht Wohnraum ungenutzt leer. Gemeinsam Wohnraum finden Die Leerstandsmelder sind eine ehrenamtliche Initiative und arbeitet eng mit der Bürgerschaft zusammen. Wem in Münster weiterer Leerstand auffällt, kann diesen unter www.leerstandsmelder.de melden. Die Initiative wird dann den Hinweisen nachgehen und sie - wie mit den 387 Leerständen bereits geschehen - abfahren und dokumentieren. Die Initiative lädt alle Münsteranerinnen und Münsteraner zur Mitarbeit ein. Der bereits gemeldete Leerstand kann auf www.leerstandsmelder.de kommentiert und diskutiert werden. Vorschlag: Zweckentfremdungsverbot Dass hunderte Menschen mit Wohnberechtigungsschein und besonderem Wohnraumbedarf keine geeignete Wohnung finden, die Anzahl der Sozialwohnungen nicht ausreichend ist und tausende Studierende durch den Stress der Wohnungssuche an einem geregelten Studium gehindert werden, ist nicht hinzunehmen. Die Leerstandsmelder-Initiative arbeitet deshalb zur Zeit an Vorschlägen, wie Leerstand einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden kann. Unsere erste Forderung ist eine sogenannte Zweckentfremdungssatzung wie sie erst kürzlich in Bonn verabschiedet worden ist. Wohnraum wäre in Münster dann zweckentfremdet, wenn er länger als drei Monate leer stünde. Was ist die Leerstandsmelder-Initiative Münster? Die Leerstandsmelder-Initiative besteht aus der Mehr Demokratie-Hochschulgruppe Münster und dem unabhängigen Fachschaftenforum (uFaFo). Unterstützt wird die Initiative vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Münster.

"Abenteuer Leerstand" - Leerstandsmelder für Münster jetzt online
www.leerstandsmelder.de

Die Homepage des Leerstandsmelders Münster ist online. Wer in Münster Leerstand entdeckt, kann ihn ab sofort auf www.leerstandsmelder.de melden und verborgenen Wohnraum sichtbar machen.
Und so geht's: Die Bürgerinnen und Bürger registrieren sich selbst auf der Homepage, indem sie sich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einverstanden erklären. Sie melden sich mit ihrer Mailadresse und ihrem Passwort auf der Seite an, melden Leerstand und fügen eine kurze Beschreibung bei. Eine Gruppe vor Ort kontrolliert, ob es sich tatsächlich um Leerstand handelt und schaltet den Beitrag frei, kommentiert den Leerstand und eröffnet so die öffentliche Diskussion.
"Da der Leerstandsmelder nur mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger funktioniert, ist er als Projekt für uns ideal", sagt Jörg Rostek, Vorstandsmitglied von Mehr Demokratie NRW und Vorsitzender der Mehr Demokartie Hochschulgruppe. "Die Münsteranerinnen und Münsteraner haben die Chance, herauszufinden, ob es in Münster ein Leerstandsproblem gibt und wenn ja, wie groß es ist. Nur wer weiß, was leer steht, kann auch die Nutzung des leer stehenden Objektes von der Politik einfordern. Dabei kann das Melden und Erforschen von Leerstand auch ein Abenteuer sein. Also, Augen auf!", so Rostek.
Aufgestöberter Leerstand kann auf viele Arten genutzt werden. Selbstverwaltete Projekte wie Künstlerinnen- und Künstlerateliers oder die Einrichtung eines Jugendzentrums sind dabei genauso möglich, wie die Schaffung preiswerten Wohnraums. Historisch wertvolle Bausubstanz kann, das haben die Beispiele Grevener Straße 31 und Frauenstraße 24 gezeigt, vor Verwahrlosung und Abriss bewahrt und einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Wohnprojekte können entstehen, die selbst Ort kreativer Gemeinschaft sind.
Vieles ist möglich, aber klar ist auch, das hat die Erfahrung der Leerstandsmelder-Initiativen in Deutschland gezeigt: Nutzungsmöglichkeiten von Leerstand sind stark fallabhängig, die Umsetzung von Projekten von vielen Faktoren oder gar glücklichen Zufällen geschuldet. Doch es gilt: Letztendlich ist der Weg zur Neunutzung unerheblich, sofern das übergeordnete Ziel die Überwindung von Leerstand lautet.

Ein Leerstandsmelder für Münster

Liebe Studierende,
in Münster fehlt es eindeutig an bezahlbarem Wohnraum. Und die Situation wird sich insbesondere mit den neuen doppelten Abiturjahrgängen weiter zuspitzen. Als Mehr Demokratie Hochschulgruppe wollen wir dagegen halten und den Leerstandsmelder (www.leerstandsmelder.de) nach Münster holen. Es gilt eine Aktionsgruppe zu gründen, welche die langfristige Betreuung der Leerstandsmeldungen auch onlinebasiert für Münster übernimmt. Alle Informationen dazu und die Möglichkeit mitzuplanen erhaltet ihr auf unserem Treffen am

12. März 2013 um 18.00 Uhr im Seminarraum F043 im Fürstenberghaus.


Denn: In den nächsten zwei Jahren werden über 5000 Studierende zusätzlich nach Münster kommen. Darüber hinaus gehört Münster zu den vier Städten in NRW, die entgegen dem allgemeinen Trend weiter wachsen. Günstiger Wohnraum ist in Münster schon lange Mangelware und nichts deutet darauf hin, dass sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt beruhigen wird. Im Gegenteil - allein in der Grawertstraße stand bis 2011 ein ganzer Straßenzug jahrelang leer. Wohnraum für hunderte Menschen blieb ungenutzt, obwohl er aus Steuergeldern beheizt und gepflegt wurde. Die Gründe für den Leerstand (z.B. hohe Mieten, Umwandlung von Wohnraum in Gewerbeflächen, Immobilienspekulation) sind, das zeigen die Beispiele auf der Internetseite leerstandsmelder.de in Frankfurt und Hamburg, vielfältig. Das Konzept des Leerstandmelders ist daher besonders aufschlussreich, da Leerstand nicht nur ans Tageslicht kommt, sondern die Bürgerinnen und Bürger diesen selbst offen legen und die Gründe für den Leerstand unter sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten diskutieren (!) und politisch bewerten (!) können. So behebt ein Leerstandsmelder das Wohnraumproblem zwar nicht vollständig, kann aber verborgenen Wohnraum sichtbar machen. Würde dieser erschlossen, ist das schon eine große Hilfe. Um eine breite Debatte über preiswerten und sozialen Wohnraum in Münster anzuregen und ihn vielleicht sogar zu generieren, schlägt die Mehr Demokratie Hochschulgruppe vor, (wie beispielsweise in Hamburg, Frankfurt und Bremen schon geschehen) einen sogenannten „Leerstandsmelder“ für Münster anzulegen. Doch allein schaffen wir das nicht. Wir brauchen die Hilfe engagierter Einzelpersonen und Organisationen.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
...Alle Bürgerinnen und Bürger Münsters könnten mit Hilfe einer google-Map Leerstand in Münster anzeigen und kommentieren (z. B. “Umbau/Abriss/Vermietung geplant” oder “steht seit X Monaten/Jahren leer”).
...Leerstand könnte entdeckt und (von der Stadtverwaltung) erschlossen und genutzt werden.
...Der Leerstandsmelder könnte von allen Freiwilligen gemeinsam betrieben werden und wäre somit für den einzelnen weniger Aufwand.
...Wir Studierende könnten so einen zeitgemäßen, demokratischen und nachhaltigen Beitrag zur Wohnraumdebatte in Münster leisten.

So funktioniert ein Leerstandsmelder


1. Die Bürgerinnen und Bürger registrieren sich selbst auf der Homepage, indem sie sich mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen einverstanden erklären.
2. Sie melden sich mit ihrer Mailadresse und ihrem Passwort auf der Seite an, melden den Leerstand und fügen eine kurze Beschreibung bei.
3. Eine Gruppe vor Ort kontrolliert, ob es sich tatsächlich um Leerstand handelt und schaltet den Beitrag frei, kommentiert den Leerstand und eröffnet so die öffentliche Diskussion.
Wie das genau aussieht, zeigt das Beispiel Hamburg. Dort gab es folgenden Online-Dialog. Ein User hat folgende Beschreibung eines Leerstands eingetragen: „Gebäude stand einige Zeit zum Verkauf durch Finanzbehörde, ein Cranzer Bürger verhindert den Verkauf mit Hilfe der Politik gegen den Willen der meisten Cranzer. Will daraus seit ca sechs Jahren ein Museum machen. Letzten Winter Heizungsschaden, Dach wird allmählig undicht.“ Darauf antwortete ein weiterer User: „Nach erneuter Ausschreibung gibt es wohl einige Interessenten, sodaß es hoffentlich bald zum Verkauf / Nutzung kommt. Hoffentlich kommen die Blockierer nicht wieder dazwischen.“ Danach derselbe User: „Wird bald zum Kauf angeboten, wenn die Politik es nicht wieder blockiert s.o. Preis vermutlich 200-250.000 Euro.“ Dann mischte sich die Administrator-Gruppe ein und schrieb: „Per Mail sind beim Leerstandsmelder die folgenden Infos eingegangen, die zeigen, dass die Situation vor Ort verschiedene Perspektiven zulässt: 1. Das Gebäude ist ein altes Schulgebäude und steht im Außendeichsbereich der Este. Somit würde es bei extremen Fluten – wie sich jetzt wieder zeigte – im Kellerbereich durch Wasser bedroht werden. Das würde heißen, dass zumindest ensprechende Schutztore eingebaut werden müssten. 2. Das Gebäude ist relativ alt und es wären erhebliche Dämmungsmaßnamen erforderlich. 3. Es ließen sich ca. 4 – 6 Wohnungen in dem Gebäude bilden. 4. Die Kosten wären je Wohnung erheblich, und es ließen sich somit keine normalen Mieten erzielen. Somit ist dass Gebäude für Wohnungszwecke für Investoren uninteressant. Es hat bereit mehrere Interessenten gegeben, die aber aus den vorgenannten Kostengründen alle wieder abgesprungen sind. Somit verbliebe nur eine gemeinnützige Nutzung, die von anderen Bewohnern, und dass sind nicht nur einzelne, favorisiert wird.“

Kosten


Die finanziellen Kosten hängen von unseren Ressourcen ab. Leerstandsmelder.de schreibt dazu: „Um leerstandsmelder.de für deine Stadt zu nutzen, ist eine Zahlung an den Gängeviertel e.V. Voraussetzung. Die Höhe des Betrages richtet sich nach den finanziellen Möglichkeiten des Partners und wird im Kooperationsvertrag festgelegt.“ Der Preis ist also Verhandlungssache. In den Vereinbarungen von leerstandsmelder.de heißt es dazu: „Voraussetzung ist, dass sich in jeder Stadt jemand bereit erklärt, die Inhalte von leerstandsmelder.de in der jeweiligen Stadt verantwortlich zu pflegen. Das dient der Qualitätssicherheit und Arbeitsverteilung.“ Das heißt, das sich Freiwillige finden müssen, die den Leerstandsmelder in Münster betreuen. Bisher haben sich drei Personen freiwillig gemeldet. Wir suchen also noch Verstärkung.

Leerstandsmelder in anderen Städten


Hamburg: 685 Einträge
Frankfurt: 466 Einträge
Bremen: 456 Einträge
Berlin: 326 Einträge
Dortmund: 114 Einträge
Bonn: 86 Einträge
Wien: 70 Einträge
Kaiserslautern: 61 Einträge
Tübingen-Reutlingen: 30 Einträge
Görlitz: 24 Einträge

Wir sehen uns am 12. März!!! Und bis dahin noch eine schöne vorlesungsfreie Zeit wünscht euch,
die Mehr Demokratie Hochschulgruppe Münster



Was bisher geschah...

Drittes Demokratiekino

DO 18.10.2012
Auf der Suche nach Gandhi
DO 25.10.2012
Aus Liebe zum Volk
DO 13.11.2012
Die Inka-Revolution

Zweites Demokratiekino

DO 19.04.12
Kony 2012 - Ein Film bewegt die Weltöffentlichkeit (Film und Diskussion)
DO 26.04.12
Russland: Für Gott, Zar und Vaterland
DO 03.05.12
Finanzkrise 2008: Inside Job

Bündnispartnerschaft „Keinen Meter den Nazis – Solidarisch gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“

zur Demonstration gegen den rechtsradikalen Aufmarsch durch das Rumphorstviertel am 3. März 2012

Erstes Demokratiekino

DO 19.01.2012
USA: Taxi zur Hölle
DO 26.01.2012
China: Wählt mich!
DO 02.02.2012
Lyberia: Die Chefin

Vielen Dank an die Bundeszentrale für Politische Bildung, die uns gestattete, Filme aus ihrem Fundus öffentlich zu zeigen.